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Archive

Frauenarchive sammeln, archivieren und erschliessen Dokumente von und über Frauen und ihre Geschichte. Sie setzen sich dafür ein, dass Aktenbestände von Frauenorganisationen, Nachlässe von Politikerinnen, Künstlerinnen oder Wissenschafterinnen, aber auch von Frauen mit einem durchschnittlichen Lebenslauf erhalten bleiben. Zum Sammlungsgut gehören Nachlässe mit Briefen, Rechnungsbüchern oder amtlichen Dokumenten, Tagebücher, Familienalben, Lebensgeschichten, Zeitungsartikel und weiteres Material, das den Alltag von Frauen in Beruf und Familie dokumentiert.

Die Frauenarchive sind das Gedächtnis der Frauen in der Schweiz. Für die Wissenschaft stellen sie einmalige Dokumente zur Erforschung der Frauen- und Geschlechtergeschichte bereit. Schulen, Medienschaffende oder Privatpersonen profitieren vielfältig von den Dienstleistungen der Frauenarchive als Informations- und Beratungszentren mit spezifischem Fachwissen. Damit erfüllen Frauenarchive eine wichtige gesellschaftliche und wissenschaftsspezifische Funktion, die heute anerkannt ist, finanziell jedoch nicht oder kaum abgegolten wird. Damit die Frauenarchive ihre Aufgaben auch weiterhin professionell erfüllen können, sind sie dringend auf finanzielle Mittel der öffentlichen Hand angewiesen.

Die Trägerschaft der Frauenarchive ist ein Verein (SG, TG, TI) oder eine Stiftung (GR). Die meisten der Archive bieten auch ein kulturelles Angebot oder realisieren wissenschaftliche Projekte.

Gegründet wurden die meisten Archive in den 1990er-Jahren, vor allem im Raum Ostschweiz. Das Frauenarchiv Tessin besteht seit 2001.

 
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